Der kürzlich erschienene BPM Toolmarktmonitor 2014 der BPM&O GmbH bietet eine gute Übersicht über den aktuellen Stand der am Markt befindlichen BPM-Tools zu Analyse und Design von Geschäftsprozessen. Ein wichtiger Aspekt bei der Einführung einer BPM-Lösung oder der Analyse der bestehende Geschäftsprozesse ist es, ein geeignetes Tool zu finden. Hierfür bietet sich der BPM Toolmarktmonitor als Einstieg in den Auswahlprozess an.

BPM Toolmarktmonitor 2014

Im Toolmarktmonitor beobachtet die BPM&O über 140 Softwareanbieter, die BPM-Produkte anbieten. In der aktuellen Marktstudie 2014 (mit 22 ausgewählten Tools) wird der Fokus auf Design und die Analyse von Geschäftsprozessen gelegt. Es werden aber neben den rein funktionalen Aspekten und Besonderheiten der angebotenen Tools auch nicht-funktionale Gesichtspunkte und die Kosten pro Benutzer erörtert.

Teilnehmende Firmen waren: BOC, DHC, Fichtner.at, GBTEC, IBM, ibo, iGrafx, Intellior, Intellivate, ITP Commerce, MEGA, MID, Ploetz+Zeller, PROLOGICS, QPR Software, Semtation, Signavio, Software AG, SSA SoftSolutions, sycat und Vicon. Leider kein OpenText Cordys, camunda oder inspire, aber diese BPM-Suiten haben auch andere Stärken.

 

Es wurden bei der Bewertung der Tools folgende 8 Kriterien angelegt:

  1. Modellierung
  2. Portal
  3. Reporting
  4. Collaboration
  5. Process Lifecycle Management
  6. Repository
  7. Simulation
  8. Controlling / Monitoring

Auf die Prozessautomatisierung oder die Integration in die bestehende IT-Landschaft, bzw. die Enterprise Application Integration (EAI) wurde kein Augenmerk gelegt. Dabei können hier die wirklichen Kostentreiber oder Knackpunkte bei der Umsetzung liegen. Daher habe auch nicht alle besprochenen Tools eine vollwertige BPM-Engine in petto. Dies würde dann im Umkehrschluss aber bedeuten, dass eine Automatisierung der dokumentierten Geschäftsprozesse nicht ohne ein weiteres Tool über einen Export/Import der BPMN 2.0 möglich wäre. Dies muss bei der Tool-Auswahl ebenfalls bedacht werden.

Ein interessanter Aspekt ist die Simulation von Prozessen. Hier stellt die Studie fest: „Wer will, der kann. Nur ca. die Hälfte der Werkzeuge hat das Thema im Portfolio, wenn dann aber richtig. Bei der Simulation werden Prozessabläufe durchgespielt, um Parameter für die spätere Prozessausführung zu ermitteln, bspw. Mitarbeiterbedarfe.“ Leider nutzen bisher nur wenige Unternehmen die Simulation von Prozessen, wobei die Zahl derer stetig ansteigt. Gerade hier zeigt sich auch der Nutzen von Big Data, bzw. etwas vereinfacht das konsequente Schreiben von Timestaps bei Prozessevents, so können Engpässe im Prozess, unnötige Schleifen und Deadlocks auf einfache und wirkungsvolle Art und Weise gefunden und grafisch dargestellt werden. Diese Funktionalitäten unterstützen aber leider nur wenige Tools und noch weniger die Möglichkeit die eigenen Daten zu importieren und dann darauf zu simulieren. Hier gibt es einen weiteren interessanter Ansatz der vollständig auf dem Import von Echtdaten beruht >> Fluxicon (siehe auch Blog-Artikel „Schürfen nach Prozessinformationen“ zum Thema) << das Process Mining.

Der komplette BPM-Toolmarktmonitor kann hier (nach Registrierung) heruntergeladen werden. Sollten Sie Interesse an einer weitergehenden Beratung auch in Richtung Prozessautomatisierung oder einem individuellen Workshop zu den Möglichkeiten mit BPM haben … eine E-Mail info@logicline.de an genügt.