Integration of Everything im Netz der Dinge – Cumulocity mit Zapier verbinden – IoT

/, Internet of Things, TECHtalk/Integration of Everything im Netz der Dinge – Cumulocity mit Zapier verbinden – IoT

Cumulocity startet seine Anbindung an die Integrationsplattform Zapier

Die wenigsten wird es überraschen: im Internet der Dinge geht es nicht mehr nur um die reine Anbindung von Devices an eine der vielen Device Cloud Plattformen zum Selbstzweck. Die gesammelten Informationen wollen auch richtig genutzt werden. Dadurch wird es umso interessanter, die Device Plattform selbst mit anderen Tools und Plattformen zu integrieren. Eine interessante Möglichkeit dazu bietet der Anbieter Zapier.

Was ist Zapier?

Zapier (zapier.com) ist im Grunde eine Sammlung von Konnektoren zu den verschiedensten Apps und Diensten. Aktuell sind das bereits über 500 und es kommen ständig neue Konnektoren hinzu. Über eine einfache Konfiguration wird auf der Zapier Plattform ein Input und ein Output Konnektor, sowie ein oder mehrere auslösende Ereignisse definiert. Tritt ein entsprechendes Ereignis am Quellsystem ein, wird die entsprechende Nachricht über den Output Konnektor transformiert und an das Zielsystem gesendet, wo es weiter verarbeitet werden kann. Im einfachsten Fall handelt es sich dabei um E-Mail-Konnektoren, die mir z.B. die Anbindung meines Google Mail Accounts erlauben um Emails zu versenden oder zu empfangen. Aber auch komplexere Konnektoren sind verfügbar (teilweise jedoch nur für Premium Accounts), wie z.B. zu Salesforce und neuerdings auch in einer beta-Version zu Cumulocity (www.cumulocity.com).

Okay, let’s try it!

Natürlich brauchen wir einen Zapier Account. Den gibt’s zum Ausprobieren im Free Plan kostenlos. Außerdem wird ein Cumulocity Account benötigt, von dem aus die Events versendet werden. Für einen ersten kleinen Test reicht uns als Ausgangs-Konnektor ein Google Mail Account. Über den verschicken wir eine Email Benachrichtigung über das eingegangene Event. Natürlich könnte man hier auch eine beliebige andere App verknüpfen. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann es losgehen.

Über die Admin Konsole von Cumulocity müssen wir zuerst einen Event Channel anlegen, der uns mit den gewünschten Events versorgt. Dazu bietet sich hier ein vorgefertigter Channel von Cumulocity an, der uns – einmal damit verbunden – über neu erzeugte Events von Devices informiert.

Cumulocity Events Channel

Als nächstes bauen wir unseren „Zap“, so nennt Zapier einen Integrationsflow zwischen zwei Apps. Als Trigger App wählen wir Cumulocity, der Trigger ist dann ein CEL Event (CEL heißt die Event Language von Cumulocity). In den beiden nächsten Schritten wird unser Cumulocity Account und unser Channel verknüpft. Fertig.

Schritt 1: Zapier Trigger App anlegen

Zapier Trigger App anlegen

Schritt 2: Cumulocity Account auswählen

Cumulocity Account auswählen

Schritt 3: Trigger auswählen

Trigger auswählen

Schritt 4: Trigger konfigurieren

Trigger konfigurieren

Zum Schluss konfigurieren wir noch die Action, in unserem Fall versenden wir eine E-Mail über einen Gmail Account. Auch hier muss wieder ein gültiger Account verknüpft werden. Anschließend kann das E-Mail Template bearbeitet werden. Neben Empfänger und Name des Senders ist hier vor allem der Email Body interessant. Hier kann man nämlich direkt auf die Parameter zugreifen, die in der Eingangsnachricht enthalten sind. So können z.B. der Name oder die ID des Devices, welches das Event ausgelöst hat, natürlich aber auch der Inhalt des Events selbst, an das Zielsystem übertragen werden.

E-Mail Template konfigurieren

Email Template konfigurieren

Anschließend kann die gesamte Konfiguration per Knopfdruck getestet und aktiviert werden. In unserem Fall finden wir dann im Posteingang der angegebenen Zieladresse eine E-Mail mit den Details zum Event.

Fazit: einfache und vielseitig Integration von Cumulocity in Drittsysteme

Mit der Anbindung an Zapier eröffnet uns Cumulocity eine ganz neue Bandbreite an Apps zur Verknüpfung mit unseren Devices. Damit verkommt eine Device Cloud nicht mehr zum bloßen Datengrab, sondern die Informationen, die dort zusammenlaufen, können beliebig vielseitig in Drittsystemen genutzt werden. Natürlich ist hier ein einfacher Mailversand nicht sonderlich spektakulär, aber bei der Vielzahl verfügbarer Konnektoren lassen sich auf ähnlich einfache Weise auch Enterprise Anwendungen wie z.B. Salesforce mit der Device Cloud verbinden. Warum also immer alles selber bauen, wenn man auch mit wenigen Klicks eine Schnittstelle bauen kann?

Alles in allem ein spannendes Thema, dass uns der Integration of Everything einen Schritt näher bringt.

P.S.: Wir sind Systemintegrations-Partner und Reseller von Cumulocity und bieten u.a. auch eine Integration für Salesforce und Heroku.

By | 2016-12-11T11:54:27+00:00 31. Mai 2016|Cloud & SaaS, Internet of Things, TECHtalk|1 Comment

About the Author:

Denny Hahn arbeitet seit Oktober 2012 als Senior Software Architect bei der logicline GmbH. Er hat jahrelange Erfahrung mit Integrations- und Cloudtechnologien und ist maßgeblicher Treiber für Themen rund um das Internet der Dinge.

One Comment

  1. Stefan Vaillant 6. Juni 2016 at 8:50 - Reply

    Hallo Denny, danke für den informativen Bericht!

Leave A Comment